intern: re-upload android app

Die hauseigene Android-App ist seit einer Woche wieder über den Google Play Store beziehbar, hier ein aktueller Screenshot:

Screenshot Re-Upload JPCARS, Google Play Store

Was ich gemacht habe ist, diese Kryptogeld-Spendenbuttons rausnehmen. Auch war offenbar ein Video eines Eintrags auf „Autoplay“ über YouTube eingebettet; auch das wurde auf Nachfrage beanstandet und musste geändert werden.

Da ich die App (leider) sehr selten promote, hier auch gleich die Übersicht, was sich sonst geändert hat:

Version 1.0.4
NEU: Erste Version mit Custom Colours!
NEU: Unterstützung für 64bit-Geräte!
NEU: Update für Android 9 (Pie)!
NEU/ALT: Oldschool-Fortschrittsanzeige feiert ein Comeback!
FIX: Code-Cleaning

Hauptänderungen waren das Theming, also das Anpassen der App an die Farben der Website. Zudem ist diese nun auch fit für 64bit-Android-Geräte.

Warum es fast nicht zu einem Update gekommen wäre, erzähle ich gerne im Detail an anderer Stelle.

Hinzu kommt, dass ich leider einen weiteren Takedown auf dieser Plattform (Google Play Store) nicht ausschließen kann: es war der zweite Takedown in diesem Jahr. Keine andere App von mir wird von Google so gehasst. Vielleicht benenne ich sie für den nächsten Upload einfach um in USCARS

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das ende der iaa

Deutschland – Autoland. In keinem anderen Land der Welt wird das Luxusgut Auto so hochgehalten wie hierzulande.

Blick von der IAA 2009, Foto aus Eigenbestand

Blick von der IAA 2009, Foto aus Eigenbestand

Wer kein Auto besitzt, ist gesellschaftlich unten durch; Bahntickets lohnen sich nie aus diesem Grund; und auch die Innovation bleibt auf der Strecke: das vielleicht innovativste Gefährt des letzten Jahrzehnts war kein Fahrzeug aus Stuttgart, Wolfsburg oder München – sondern ein japanisches des Autobauers Toyota.

Auf der IAA (Internationalen Automobilausstellung) feiern sich v.a. die deutschen Autobauer alljährlich selbst. Die Messe war von Beginn an, also ab 1901, organisiert von der Automobilindustrie. Das hat sich bis heute nicht geändert. Was sich geändert hat ist die Gesellschaft. Und die hat erkannt, wie gefährlich diese Messe in Wirklichkeit ist.

Dieser Artikel soll überhaupt kein Bashing der IAA darstellen. Er soll vielmehr den Zeitgeist aufzeigen, der sich mittlerweile durchsetzt. Dazu gehört, dass die IAA 2019 so kritisch bewertet wird wie nie. Es könnte ein längst nötiger Richtungswechsel sein. Oder eben ein Rohrkrepierer. Am Ende stehen wahrscheinlich nur Verlierer, der größte könnte der Kunde selbst sein.

Bereits im Vorfeld wurde klar, dass 22 Hersteller keine Lust mehr haben deutsche Automessen zu repräsentieren. Dazu gehören neben Volvo Edelmarken aus Großbritannien wie Rolls-Royce, Aston Martin; japanische wie Mazda, Nissan oder Mitsubishi; aber auch französische wie Renault und Alpine. Der deutschen Automobilindustrie haben v.a. der Dieselskandal aus 2017, sowie die korrupten Manager aus dem Hause VW und Audi hart zugesetzt. Schon alleine hier ist unklar, ob sich die Branche jemals wieder richtig erholen können wird. Vielleicht ist das aber am Ende auch ganz gut so.

Die IAA 2019 untergräbt demokratische Werte: so wurde der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) ausgeladen. Feldmann gilt als beständiger Kritiker der Branche und hat daraufhin seine nichtgehaltene Rede auf Facebook veröffentlicht.

Mittlerweile kam auch heraus, dass Diesel-PKW im Stadtverkehr das meiste Stickoxid produzieren, nämlich 65%. LKW kommen auf 12%, Busse lediglich auf 4%. Mit 3% fällt der Ausstoß bei „übrige PKW“ relativ gering aus. Wer alleine diese Grafik aus dem Ausland anschaut, der möge meinen, die ehemals als vernünftig geltenden Deutschen seien endgültig verrückt geworden.

Zu Letzterem passt auch die grassierende Sucht nach immer mehr SUV. Immerhin: für diese brutalen Klimakiller gibt es mittlerweile einen eigenen Begriff, der dieser Tage im Mainstream angekommen ist und zwar „Stadtpanzer“. Wären wir heute in den 60ern, hätte man uns erzählt das sei ein „grüner Kampfbegriff“ und uns auf die Finger gehauen (oder Schlimmeres). Mehr Aufmerksamkeit geht fast nicht. Oder doch: vier Tote durch einen SUV-Fahrer in Berlin. Oder so: „…Schlaglichter auf einen blutigen Alltag. Nach einer vom Spiegel veröffentlichten Statistik starben zwischen 1950 und 2017 780.000 Menschen auf hiesigen Straßen. 31 Millionen wurden verletzt.“ [via].

Vieles von dem toppen geht eigentlich nicht mehr. Das kann nur eine gut vernetzte und etablierte Organisation wie z.B. Greenpeace. Die 49 vollgepackten Seiten wurden erst am Dienstag dieser Woche öffentlich, Titel: „Mit Vollgas in die Klimakrise“. Berücksichtigt werden hier „Emissionen durch Produktion, Betrieb, Kraftstoffbereitstellung und Recycling der im Jahr 2018 verkauften Autos“. Kam heraus: „Allein VW, der Spitzenreiter im Schmutz-Ranking, ist laut Bericht für 582 Millionen Tonnen Treibhausgase verantwortlich – so viel, wie ganz Australien ausstößt“. Boing! Prost auf alle VW-Fahrer da draußen!

Aktiv werden kann man selbst an diesem Wochenende natürlich auch. Wahrscheinlich sind, wohl auch wegen sehr guten Wetteraussichten, so viele Demonstrierende wie nie. Sieben Umwelt- und Fahrradverbänden, darunter neben Greenpeace auch der ADFC und der BUND, wollen auf der IAA demonstrieren oder laden dazu ein. „Das „Aussteigen“ genannte Aktionsbündnis fordert ein radikales Umdenken in der Verkehrspolitik – weg vom Verbrennungsmotor, hin zu mehr öffentlichem Nah- und Radverkehr“. Ganz ehrlich: das hierzulande? NO. FUCKING. WAY.

Denn was man wissen muss: besitzt du als Deutscher kein eigenes Auto, bist du generell verdächtig. Einen Führerschein zu machen ist hierzulande so selbstverständlich wie die Raute der amtierenden Bundeskanzlerin. Das Auto fließt durch des Deutschen Genetik, oftmals nicht zu seinem Wohl.

Dagegen machen können wir nichts. Darüber kritisch zu reflektieren ist nur in den seltensten Fällen möglich. Wir folgen einfach blind der Generation unserer Eltern und Großeltern, die uns eines beigebracht hat: „wenn du gehen musst, geh‘ mit einem Knall!“ Am besten dem einer VW-Fehlzündung…

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toyota und jaxa: mondfahrzeug-studie für 2029

Die Ambitionen der Menschheit erneut Präsenz im Weltall zu zeigen nahmen die letzten Jahre immer weiter zu. Für Erkundungen unseres Sonnensystems führt der Weg dabei jedes Mal direkt über unseren nächsten Erdtrabanten, den Mond.

Erst Ende 2018 konnte China erfolgreich mit einem Roboter das erste Mal auf der Rückseite des Mondes landen. Auch die USA planen auf ihrem Weg zum Mars die nächste Dekade den Erdtrabanten mit ein durch die NASA und SpaceX. Israel und Indien haben ähnliche Pläne.

Und auch die japanische Raumfahrtbehörde JAXA hat zusammen mit dem Hersteller Toyota eine Mondbuggy-Studie für 2029 am Start:

Toyota und JAXA: Studie eines Mondfahrzeugs fuer 2029

Zu sehen ist das sechsrädrige Gefährt mit ausgefahrenem Sonnensegel und einem Astronauten zur besseren Vorstellung der Ausmaße in einer Künstleranimation.

Weitere Grafiken und auch ein Video finden sich dort: https://inverse.com/article/54043-toyota-moon-rover-car-jaxa.

Einen Namen sowie ein finales Design gibt es allerdings noch nicht. Dafür einige technische Spezifikationen, die bereits kommuniziert werden konnten:

* Reichweite soll bei ca. 10.000km liegen. Das sind lediglich 920km weniger, als der Gesamtumfang(!) des Mondes beträgt
* dies entspräche ca. dem 18-fachen der Reichweite eines Tesla Model S
* Batterietechnologie wird eine erweiterte Version des 2019er-Modells Toyota Mirai sein
* diese Technologie nutzt Wasserstoff und gibt keinerlei CO2-Emissionen in die Umwelt ab
* Wasserstoff soll auf dem Mond in ausreichender Form auch selbst vorhanden sein, was ein Nachbetanken, z.B. von der Erde aus, überflüssig machen soll
* Platz soll innen sein für zwei Astronauten, maximal vier für Notfälle
* aus diesem Buggykonzept soll spätestens 2024 Realität werden, 2029 soll es auf dem Mond fahrend anwesend sein

Wer schon mal einen Toyota in seinem Besitz hatte so wie ich, der weiß, dass das technisch absolut möglich sein wird. Ob man sich hier mit dem zeitlichen Druck einen Gefallen macht, steht hingegen auf einem anderen Blatt. Wobei, wer wenn nicht Japaner und deren Fleiß und Ingenieursfähigkeiten wären fähig, so ein ehrgeiziges und kompliziertes Projekt zu realisieren? Eben.

„To Ze Moon!“

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nuro.ai: finanzspritze von 834 millionen euro

nuro-ai_startup_e-auto

NURO.ai bekommt von der japanischen Firma SoftBank eine Kapitalspritze in Höhe von 834 Millionen Euro.

Was ist daran besonders!?

Nun: Japan! ^^

Zweitens: es handelt sich hier um einen vollautomatisierten Lieferwagen, der in Kalifornien seit kurzer Zeit Probe fahren darf. [via]

Ob sich so Post & Lieferwägen einsparen lassen können werden ist zwar noch offen, doch ich denke es ist wohl die richtige Richtung.

Die heutigen Lieferwagen von Post, Pizzadienst, Stadtreinigungen, etc. sind viel zu groß und verursachen mit ihrer Breite und ihrem Benzinverbrauch viel zu viel Verstopfungen und ekelhaften Smog in unseren Städten. Schon alleine die Größe des KI-Lieferwägelchens orientiert sich stark an japanischen Maßstäben. Ein richtiger und auch wichtiger Schritt in die Zukunft!

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nissan concept 2020

Ich bin ein großer Feind von Langeweile auf den Straßen dieser Welt. Und deshalb ein Riesen-Fan von Konzeptfahrzeugen.

Der Nissan Concept 2020 ist mal wieder solch ein Schmuckstück, was mich sabbern macht:

Nissan Concept 2020

Eigentlich wurde das gute Stück lediglich von Nissan für das Videospiel „Gran Turismo 6“ designt. Man fand ihn daher im Spiel unter dem Namen Nissan Concept 2020 Vision Gran Turismo. Auch heute noch ist er in der aktuellen Ausgabe des virtuellen Racers zu finden:

Nissan Concept 2020 Vision Gran Turismo
Quelle: https://kudosprime.com/gts/car_sheet.php?id=121

Die fast 700 Pferdchen sorgen für eine enorme Geschwindigkeit, mit Vierradantrieb steht es um die Stabilität und Beherrschbarkeit ebenfalls nicht zu schlecht.

Nissan selbst bietet offiziell eine Galerie mit 52 Leckerlis an:

52 mal Nissan Concept 2020, via newsroom.nissan-europe.com.

Was als Designtraum junger Nissan-Ingenieure begann, durfte man „in echt“ als Einzelexemplar vor ein paar Jahren beim Goodwood Festival of Speed bestaunen. Für alle anderen bleibt wohl lediglich der Griff zur virtuellen Garage:

„Nicht jeder kann sich im wirklichen Leben ein Auto wie den Nissan Concept 2020 Vision Gran Turismo leisten. Dank Gran Turismo kann es aber jeder fahren und erleben, was es auf sich hat mit dem Nissan Versprechen: Innovationen, die begeistern.“ – Koji Nagano, Vize-Präsident Nissan Design Europe

Immerhin!

Wenn ihr jetzt bitte fleißig für jpcars.de spenden würdet, mein bestellter GT-R wartet!

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toyota le mans 2021 supercar

Es läuft für die japanischen Autobauer von Toyota, keine Frage.

Der Hybridmotor aus dem belächelten Prius hat sich weltweit durchgesetzt. Der Innovationsmotor ist wohl die einzige Chance traditioneller Autobauer den Übergang zu bewältigen zu einem reinen Elektromotor. Ende Oktober 2017 auf Platz 5 der umsatzstärksten Unternehmen des Planeten. Nach Jahrzehnten Anstrengungen und knappen Misserfolgen endlich ein Sieg im prestigeträchtigen 24 Stunden von Le Mans. Und auch für die Zukunft sind die Japaner gerüstet, wie diese Konzeptstudie mit 986PS(!) mit dem nüchternen Titel 2021 Le Mans zeigt:

Toyota Le-Mans-2021-Konzeptstudie

Das soll, wohlgemerkt, alles in ein Straßenfahrzeug fließen.

Ich kann mir da auch nicht helfen, aber was mir an Toyota gefällt ist, dass sie neben perfekter Technik mittlerweile zukunftsfähiges Design bieten. Das sieht schon sehr nach 22. und 23. Jahrhundert und auch „angemessen“ aus, was dort aus den Federn und Köpfen der Designer kommt. Mit Toyota wird man rechnen müssen. Und so ziemlich jeder Autohersteller dieses Planeten wird sich mehr und mehr einnässen deswegen.

Mehr zu diesem wundervollen Supercar gibt es hier zu sehen, vorgestellt wurde dieser auf dem diesjährigen Tokyo Auto Salon:

http://japanesenostalgiccar.com/news-why-toyota-is-building-a-supercar/.

Gerne lassen wir Gazoo-Präsident Shigeki Tomoyama dabei auch mal selbst zu Wort kommen:

„As the automotive industry is approaching an era of big changes, we will continue our passion for making cars that are truly exciting. No matter how electronics and digital technology will continue to transform vehicles, we will make sure that our cars will not become just another commodity.“

Das ist was ich meine, das ist nicht nur sehr löblich, sondern zeigt, man hat das Problem verstanden, was da für die nächsten mindestens 100 Jahre auf Autohersteller zukommt. Wer will denn heute noch ein Auto statt einem neuen Smartphone? Eben. Und dieser ganze Dreck von diesen Schleudern, heute schonmal in den eigenen Motorraum geschaut!? Bingo.

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vorschau: toyota concept-i

Direkt aus der Zukunft:

Wenn Toyota in Europa keine Diesel mehr verkaufen wird, also Ende des Jahres, wird das umgehend Modellen wie dem Prius Aufschub verleihen. Oder eben anderen Hybrid-Fahrzeugen, doch der Prius bleibt nach wie vor der bekannteste und auch der weltweite Primus in dem Bereich.

Der Prius steht so ziemlich für alles, was Toyota auszeichnet: unauffällig. Konservativ. Risikoscheu. Neuester Stand der Technik. Das perfekte Auto für den Rentner von heute also.

Doch die Japaner können auch anders.

Die immer anspruchsvoller werdende Jugend, die mit Smartphone und „social media“ heran wächst, will bedient werden. Und genau in diese Richtung geht der Concept-i, den Toyota hier offiziell vorstellt: https://toyota.com/concept-i/.

Toyota Concept i - offizielle Photos

Das Konzept ist mehrere Schritte weiter gedacht, für europäische Autobauer zu weit:

* es lernt von seinen Nutzern
* versucht Konversation zu führen, egal ob man gut oder schlecht gelaunt ist
* es übernimmt das Steuer autonom, falls sich ein Unfall ankündigt
* dazu noch ein Design und ein Interieur wie aus dem 24. Jahrhundert, fertig ist das vierrädrige Gefährt der Zukunft

Wie immer bei Zukunftsträumen, es gibt auch hier einen Haken: zwar wurde das Konzept auf der CES 2017 vorgestellt. Wie dem Video oben gleich zu Anfang aber zu entnehmen ist, handelt es sich hierbei lediglich um eine „Simulation“.

Ich drücke trotzdem beide Daumen, dass es so etwas irgendwann einmal geben, wäre genau mein Ding.

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