toyota und jaxa: mondfahrzeug-studie für 2029

Die Ambitionen der Menschheit erneut Präsenz im Weltall zu zeigen nahmen die letzten Jahre immer weiter zu. Für Erkundungen unseres Sonnensystems führt der Weg dabei jedes Mal direkt über unseren nächsten Erdtrabanten, den Mond.

Erst Ende 2018 konnte China erfolgreich mit einem Roboter das erste Mal auf der Rückseite des Mondes landen. Auch die USA planen auf ihrem Weg zum Mars die nächste Dekade den Erdtrabanten mit ein durch die NASA und SpaceX. Israel und Indien haben ähnliche Pläne.

Und auch die japanische Raumfahrtbehörde JAXA hat zusammen mit dem Hersteller Toyota eine Mondbuggy-Studie für 2029 am Start:

Toyota und JAXA: Studie eines Mondfahrzeugs fuer 2029

Zu sehen ist das sechsrädrige Gefährt mit ausgefahrenem Sonnensegel und einem Astronauten zur besseren Vorstellung der Ausmaße in einer Künstleranimation.

Weitere Grafiken und auch ein Video finden sich dort: https://inverse.com/article/54043-toyota-moon-rover-car-jaxa.

Einen Namen sowie ein finales Design gibt es allerdings noch nicht. Dafür einige technische Spezifikationen, die bereits kommuniziert werden konnten:

* Reichweite soll bei ca. 10.000km liegen. Das sind lediglich 920km weniger, als der Gesamtumfang(!) des Mondes beträgt
* dies entspräche ca. dem 18-fachen der Reichweite eines Tesla Model S
* Batterietechnologie wird eine erweiterte Version des 2019er-Modells Toyota Mirai sein
* diese Technologie nutzt Wasserstoff und gibt keinerlei CO2-Emissionen in die Umwelt ab
* Wasserstoff soll auf dem Mond in ausreichender Form auch selbst vorhanden sein, was ein Nachbetanken, z.B. von der Erde aus, überflüssig machen soll
* Platz soll innen sein für zwei Astronauten, maximal vier für Notfälle
* aus diesem Buggykonzept soll spätestens 2024 Realität werden, 2029 soll es auf dem Mond fahrend anwesend sein

Wer schon mal einen Toyota in seinem Besitz hatte so wie ich, der weiß, dass das technisch absolut möglich sein wird. Ob man sich hier mit dem zeitlichen Druck einen Gefallen macht, steht hingegen auf einem anderen Blatt. Wobei, wer wenn nicht Japaner und deren Fleiß und Ingenieursfähigkeiten wären fähig, so ein ehrgeiziges und kompliziertes Projekt zu realisieren? Eben.

„To Ze Moon!“

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